Worum geht’s?

Um den Erhalt der Natur für nachfolgende Generationen. Für unsere Kinder. Wir nehmen die Zukunft unserer Kinder ernst und haben mit ABICON ein Unternehmen geschaffen, welches genau dieses Ziel verfolgt. Einer unserer Leitsätze lautet: „Unser Handeln muss nachhaltig Sinn ergeben. Bei allen Entscheidungen, die wir treffen, berücksichtigen wir das Wohl nachfolgender Generationen.“ Wir möchten einen echten Beitrag zur Energiewende leisten und das am liebsten in unserer Heimat. Wir bieten mit unseren Windparks eine ressourcenschonende Alternative zur konventionellen Stromerzeugung. Mit allem Positiven einer klimaneutralen Zukunft aus Windenergie, ergeben sich ebenso viele Bedenken gegenüber der Erbauung von Windenergieanlagen. Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist ein Eingriff in ihr gewohntes, sowie über Generationen hinweg geliebtes Landschaftsbild schmerzlich. Und erst recht dann, wenn die Windenergieanlage in einem angrenzenden Waldgebiet errichtet werden soll. Wir verstehen das und wünschen uns eine konfliktärmere Lösung. Die Wahrheit ist jedoch die: „der Planet brennt“. Trockenheit, Stürme und Schädlinge machen den Wäldern Deutschlands zu schaffen. Ist es das Klima was unseren Wäldern zusetzt?

„…Alles muss sich ändern, und zwar heute.“

Greta Thunberg, die 16-jährige Klimaaktivisten trifft es auf den Punkt: „Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute.“ Und genau darum geht’s: Alte Gewohnheiten loslassen und den Schritt in eine sauberere Zukunft wagen! Wir können die Regeln der Regierung im Hinblick auf die Genehmigungsschritte nicht ändern, aber wir können gemeinsam den Zielen der Energiewende ein Stück näherkommen und dazu sind in Deutschland weitere Windenergieanlagen notwendig. Hierzu wurden von den Regierungsbehörden in Hessen so genannte Windvorranggebiete ausgewiesen. In Hessen liegt das Flächenziel für Windenergie bei mind. 2% der Landesfläche. Fällt ein Vorranggebiet in ein Waldgebiet, dann ist dies eine forstwirtschaftliche Nutzfläche. Denn der Bau von Windenergieanlagen ist in Schutzgebieten mit sehr hoher ökologischer Wertigkeit für Mensch und Tier oder in Wäldern mit besonders wertvollen Laub- und Mischwäldern ausgeschlossen. Am Standort Waltersberg handelt es sich um eine forstwirtschaftliche Nutzfläche und nicht um eben diesen geschützten Wald. Neben der Berücksichtigung hoher Anforderungen des „Schutzgut Mensch“ und Belange des Denkmalschutzes, wurden insbesondere naturschutzfachliche Kriterien geprüft. Dieser Standort wurde vom Regierungspräsidium ausgewählt und als am geeignetsten befunden. Wir können nur genehmigungsfähige Projekte umsetzen und müssen uns an die Vorgaben der Politik halten. Im Frühjahr 2013 hat das Regierungspräsidium Kassel erstmals die Vorranggebiete dargestellt und allen Interessierten die Möglichkeit gegeben, ihre Bedenken dem RP zum Teilregionalplan Energie mitzuteilen. Die zweite Offenlegung fand von Mitte März bis Ende Mai 2015 statt. Der Ende Juli 2019 eingereichte Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bedarf einer umfangreichen Prüfung am konkreten Standort.

Was ist geplant?

Aus der Ausführungsplanung geht folgendes hervor: Die Zufahrtswege für die Windenergieanlagen benötigen eine Breite von 4,5 – 6 m. Diese werden mit Schotter befestigt. Lediglich in Kurven müssen diese Wege zusätzlich verbreitert werden. Zum Großteil befindet sich die Zuwegung auf bereits vorhanden Wegen. Auch die Anlagenstandorte werden so gewählt, dass der Eingriff in die Natur auf ein Minimum reduziert wird. Die Anlagen am Waltersberg werden in einer Geländehöhe von 265 – 305m üNN (über dem Meeresspiegel) errichtet. Für den Standort Waltersberg wurde eigens eine Windmessung über den Zeitraum von einem Jahr durchgeführt und diese Daten mit Langzeitmessungen von über 30 Jahren verrechnet. Demnach ergibt sich eine mittlere Windgeschwindigkeit von mind. 6,3 m/s. Damit wird der Richtwert aus dem Hessischen Windenergieerlass deutlich überschritten. Dieser sagt, dass Vorranggebiete nur dort ausgewiesen werden dürfen, wo eine mittlere Windgeschwindigkeit von mindestens 5,75 m/s in 140m Höhe herrscht. Durch sorgfältige Auswahl der Windenergieanlagen, welche speziell für solche Windstandorte konzipiert sind, lässt sich ein Maximum an Energie erzeugen. Hier werden ca. 12.100.000 kWh Energieertrag pro Windenergieanlage und Jahr prognostiziert, dies entspricht dem Strombedarf von ca. 3300 Haushalten.

Wieviel CO2 spart eine Windenergieanlage pro Jahr ein?

Jährlich produziert eine WEA, wie oben erwähnt, ca. 12.100.000 kwh Strom. Auf Basis des Strommixes von 2018 (fast 38% Erneuerbare Energien) entstehen pro kwh ca. 0,5 kg CO2. Demnach spart bereits eine Windkraftanlage am Waltersberg ca. 6000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Umwelt- und Klimaschutz ein zentraler Part unserer Projektentwicklung

Für jeden Eingriff in die Natur wird dieser an anderer Stelle wieder ausgeglichen. Für die zwei Windenergieanlagen am Waltersberg, inklusive Zuwegung müssen ca. 2,2 ha Fläche gerodet werden. Davon sind jedoch lediglich 1,2 ha dauerhaft gerodet. Der Rest wird nur temporär gerodet und kann anschließend wieder zuwachsen. Der genaue Umfang der Kompensationsmaßnahmen steht erst nach Erteilung der Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) endgültig fest. Derzeit planen wir unter anderem die Neuanlage von Wald, Aufforstungen und die Extensivierung von Grünflächen, und die Nutzungseinstellung einer Waldfläche. Diese Maßnahmen werden zum größten Teil in unmittelbarer Nähe zum Windpark umgesetzt. Zur Berechnung des „Eingriffs in die Natur“ wird von den Behörden das „Ökopunkte System“ eingesetzt. Im BImSchG ist festgelegt, wieviel Ökopunkte ausgeglichen werden müssen. Zusätzlich werden z.B. weitere Flächen in Zusammenarbeit mit HessenForst und Greenpeace („Bergwaldprojekt“) aufgeforstet. Neben einem naturschutzverträglichen Umgang mit unserer Umwelt liegt, uns auch die regionale Wertschöpfung sehr am Herzen. Hierzu zählen neben regionalen Firmen, die insbesondere während der Bauphase tätig werden, auch die Bürger im Umkreis unserer Projekte. Geplant ist eine Bürgerbeteiligung beispielsweise in Form von einer Geldanlage mit Verzinsung über die Plattform ecozins.

Bedenken der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir ernst und werden auch in Zukunft über weitere Planungsschritte berichten und die Öffentlichkeit daran beteiligen. Die nächste Bürgerveranstaltung ist für den 20.09.2019 angesetzt.

An dieser Stelle geht unser Dank an alle diejenigen, die wie wir, an eine klimaneutrale Zukunft glauben und dieses Projekt unterstützen. Mit dem Windpark am Waltersberg leisten wir gemeinsam einen positiven Beitrag zur dezentralen Energieversorgung. Eine Energiewende und die damit verbundenen Klimaziele werden niemals ohne Eingriffe stattfinden können. Hierbei gilt: Allgemeine Notwendigkeit vor persönlichem Interesse!

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